Urlaub bei chronischen und schweren Krankheiten
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1. Das Wichtigste in Kürze
Damit eine Reise der Erholung dienen kann, sollten schwer oder chronisch Kranke einige Dinge beachten: Mehr Medikamente mitnehmen als für die Urlaubszeit notwendig wären. Die Medikamente auf unterschiedliche Gepäckstücke verteilen, falls ein Gepäckstück verloren gehen sollte. Notwendige Impfungen frühzeitig mit dem Arzt besprechen. Lebensmittel mit Infektionsrisiko meiden.
2. Mitfuhr von Medikamenten
In den Urlaub mitgenommen werden sollte mehr als die für die Urlaubszeit eigentlich notwendige Menge an Medikamenten, denn die Reisedauer kann sich aus unvorhergesehenen Gründen verlängern.
Bei Ausflügen immer reichlich Medikamente dabei haben - es kann im Extremfall zu einer unvorhergesehenen Auswärtsübernachtung kommen.
3. Medikamente aufteilen
Einen Teil der Medikamente im Handgepäck befördern, den anderen im Koffer. Falls ein Gepäckstück abhanden geht oder zu spät ankommt, ist auf jeden Fall die Medikamentenversorgung gesichert.
Auch im Hotelzimmer sollten die Medikamente an verschiedenen Stellen gelagert werden, damit bei einem Einbruch nicht die gesamte Ration abhanden kommt.
4. Impfungen, Notfall- und Reisemedikamente
Mindestens sechs Wochen vor Reiseantritt muss mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, welche Impfungen notwendig sind. Ebenso, welche Medikamente für den Notfall oder bei Beschwerden wie Durchfall oder Reiseübelkeit mitgeführt werden sollen, die sich mit der ständigen Medikation vertragen.
5. Telefonnummern griffbereit
Die Telefonnummern der behandelnden Ärzte und Zentren zu Hause sollten im Urlaub immer griffbereit sein, um bei Problemen telefonisch Rat einholen zu können.
6. Fremdsprachige Information
Für Auslandsreisen sollten Patienten Informationen über ihre Erkrankung, Medikamente, Unverträglichkeiten und Verhalten im Notfall in der Landessprache mit sich führen. Viele Selbsthilfegruppen und Fachgesellschaften bieten solche Informationen an oder wissen, wo sie zu erhalten sind.
Um bei Nachfragen von Zollbehörden gewappnet zu sein, sollten Patienten sicherheitshalber ein Informationsblatt zu den Medikamenten und/oder Hilfsmitteln in der Landessprache mit sich führen.
7. Auslandskrankenschutz
Vor Beginn der Reise sollten sich Patienten mit Fragen des Auslandskrankenversicherungsschutzes, der Reiserücktrittsversicherung sowie den Möglichkeiten eines Rückholdienstes auseinandersetzen. Näheres unter Auslandsschutz.
8. Lebensmittel
In südlichen Ländern sollten Patienten auf Lebensmittel mit erhöhtem Infektionsrisiko verzichten:
- Keine offenen Speisen und Getränke zu sich nehmen, die an Straßenständen oder in Straßenrestaurants verkauft werden.
- Getränke nur in verschlossenen Originalflaschen servieren lassen und diese selbst öffnen, um Verunreinigungen des Inhalts auszuschließen.
- Obst mit Trinkwasser waschen und danach schälen.
- Kein Wasser aus der Leitung trinken, auch zum Zähneputzen Flaschenwasser benutzen.
- Auf Speiseeis und Eiswürfel in Getränken verzichten.
- Rohe Gemüse und Salate meiden, da diese oft mit Fäkalien gedüngt oder mit Leitungswasser gewaschen wurden.
- Auf rohe Meeresfrüchte oder ungenügend durchgarte Steaks verzichten.
- Bei Speisen vom Büffet ist Vorsicht geboten, da diese dort oft stundenlang stehen.
- Auf ausreichende Händehygiene achten.
9. Verwandte Links
Reisen bei Schmerzmitteleinnahme
Nierenerkrankungen > Dialyse > Urlaub
Nierentransplantation > Urlaub
Letzte Aktualisierung am 12.08.2011 Redakteur/in: Sabine Bayer
Bewerten Sie die obigen Informationen (Schulnoten-System)












