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Wertvorstellungen

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Die Beschreibung persönlicher Wertvorstellungen, religiöser Ansichten, individueller Einstellungen zum Leben und Sterben sowie von Ängsten und Hoffnungen ist im Rahmen einer Patientenverfügung sinnvoll, weil es damit bei der Entscheidung von schwierigen Behandlungsfragen leichter ist, den mutmaßlichen Willen des Patienten nachzuvollziehen.

 

2. Orientierung für das Umfeldzum Inhaltsverzeichnis

Für die behandelnden Ärzte, den Bevollmächtigten oder Betreuer kann es in der Situation, dass sie weitgehende Behandungsentscheidungen treffen müssen, sehr hilfreich sein, die persönlichen Wertvorstellungen des Patienten zu kennen. Wenn sie verstehen, welche Überzeugungen den Verfasser zu den Festlegungen in seiner Patientenverfügung geführt haben, können sie seine Wünsche auch nachvollziehen, wenn die konkrete Behandlungssituation nicht genau mit der Vorgabe in der Patientenverfügung übereinstimmt oder wenn es Auslegungsprobleme gibt. Um die Festlegungen also abzusichern, ist es empfehlenswert, Wertvorstellungen als Ergänzung zur Patientenverfügung festzuhalten.

 

3. Anregungen für Verfasser einer Patientenverfügungzum Inhaltsverzeichnis

Folgende Fragen können als Anregung dienen, sich Gedanken zu eigenen Wertvorstellungen zu machen und diese in seine eigene Patientenverfügung aufzunehmen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass es hauptsächlich darauf ankommt, dass die Angehörigen und Ärzte und/oder der Betreuer oder Bevollmächtigte ein Bild von den Vorstellungen des Verfassers bekommen, das bei schwierigen Entscheidungen Klarheit schafft.

 

Wie stelle ich mir mein zukünftiges Leben vor?

  • Möchte ich ein möglichst langes Leben führen?
  • Ist mir wichtiger, gut und intensiv zu leben als lange?
  • Gibt es unerfüllte Wünsche, die ich unbedingt noch realisieren will?
  • Was wünsche ich mir im Hinblick auf mein eigenes Sterben?

  

Wie habe ich bisher leidvolle Erfahrungen bewältigt?

  • Wie bin ich mit Schicksalsschlägen und schweren Krankheiten umgegangen?
  • Was wäre das Schlimmste, was mir passieren könnte?

 

Welche Erfahrungen habe ich mit Behinderung, Leid oder Sterben anderer Menschen gemacht?

  • Haben mir diese Erlebnisse Angst gemacht?
  • Was habe ich als positiv erlebt?
  • Was möchte ich selbst in derselben Situation auf keinen Fall erleben?

 

Welche Rolle spielen Beziehungen und Freundschaften für mich?

  • Nehme ich fremde Hilfe gerne an, wenn es mir schlecht geht?
  • Möchte ich vermeiden, anderen Menschen zur Last zu fallen?
  • Welche Menschen möchte ich um mich haben, wenn es mir schlecht geht?

 

Welche Rolle spielt die Religion in meinem Leben?

  • Wie wirkt sich mein Glaube in Bezug auf Leid, Sterben und Tod aus?

 

4. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Patientenverfügung

Fragen zur Patientenverfügung

 

 

Letzte Aktualisierung am 29.06.2009   Redakteur/in: Jürgen Wawatschek

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