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Wohnraumförderung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Im Rahmen festgelegter Einkommensgrenzen gewähren die Bundesländer zinsvergünstigte Darlehen oder Zuschüsse für:

  • den Bau oder Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung, die selbst genutzt werden.
  • die Finanzierung von Mehrkosten, die bei der Anpassung von Wohnraum an eine Behinderung durch besondere bauliche Maßnahmen entstehen.

 

2. Grundsätzezum Inhaltsverzeichnis

  • Einen Rechtsanspruch auf eine Förderung gibt es nicht; es handelt sich um freiwillige Leistungen der Gemeinden.
  • Ein Neubauvorhaben wird in der Regel nur dann unterstützt, wenn der Antrag vor Baubeginn gestellt wurde bzw. beim Kaufvorhaben der Kaufvertrag noch nicht unterschrieben ist.
  • Je nach Bundesland muss ein unterschiedlicher Eigenkapitalanteil erbracht werden. Diese Mindestbeteiligung beträgt 10-25 % der Baukosten.
  • Besonders hochwertige Neubauten werden grundsätzlich nicht gefördert. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Wohnflächengrenzen.
  • Fördergelder werden nur genehmigt, wenn nach Abzug der monatlichen Belastung noch genug Geld für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht. Der Bund legt mit seinem Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) lediglich die Rahmenbedingungen, z.B. Einkommensgrenzen (s.u.), fest. Hiervon können die Bundesländer abweichen (§ 9 Abs. 3 WoFG).

 

3. Einkommensgrenzen (Bund)zum Inhaltsverzeichnis

In den Bundesländern gelten zumeist eigene Einkommensgrenzen, teilweise verweisen die Länder auf die folgende Bundesregelung.

Die Förderung darf nur Haushalte begünstigen, deren Jahreseinkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet:

  • 12.000,- € für einen Einpersonenhaushalt
  • 18.000,- € für einen Zweipersonenhaushalt
  • zuzüglich 4.600,- € für jedes im Haushalt lebende Kind (im Sinne des Einkommenssteuergesetzes)
  • zuzüglich 4.100,- € für jede weitere zum Haushalt zu rechnende Person
  • zuzüglich 4.500,- € bei Schwerbehinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 100 oder von mindestens 80 und häuslicher Pflegebedürftigkeit
    oder
    zuzüglich 2.100,- € bei Schwerbehinderten mit einem GdB unter 80 und häuslicher Pflegebedürftigkeit (§ 24 WoFG)

    Diese Freibeträge für Schwerbehinderte gelten auch für die Bewilligung eines Wohnberechtigungsscheines für zweckgebundene Wohnungen für Behinderte (sogenannte "Sozialwohnungen").

 

4. Praxistippszum Inhaltsverzeichnis

  • Für behinderungsbedingte bauliche Sondermaßnahmen können von Bund, Ländern oder Kommunen Darlehen bzw. Zuschüsse zur Verfügung gestellt werden. Eine Nachfrage vor Ort kann sich in jedem Fall lohnen.
  • Die KfW-Gruppe legt regelmäßig Programme zum Immobilienkauf oder alten- oder behindertengerechten Umbau auf. Dabei handelt es sich in der Regel um zinsgünstige Kredite, die über die eigene Hausbank zu beantragen sind und auch auf diesem Weg ausgezahlt werden. Infos bei der Hausbank oder auf externer Linkwww.kfw.de, oben "Suchbegriff eingeben".
  • Anschubfinanzierung für ambulant betreute Wohngruppen
    Seit 1.1.2013 fördern die Pflegekassen die Gründung von ambulant betreuten Wohngruppen pro Pflegebedürftigem mit bis zu 2.500,- € und pro Wohngruppe mit maximal 10.000,- € (§ 45 e SGB XI). Näheres unter Pflege-Neuausrichtungsgesetz
  • Kompetenznetzwerk Wohnen
    Das Kompetenznetzwerk Wohnen bietet eine umfangreiche Linkliste mit Anlaufstellen zu Fördermöglichkeiten in allen Bundesländern: externer Linkwww.kompetenznetzwerk-wohnen.de/sub/de/foerdermoeglichkeiten/.

 

5. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Der Antrag auf Wohnungsbauförderung erfolgt beim Wohnungsbauförderungsamt der Gemeinde oder des Landkreises, das auch weitere Auskünfte erteilt.

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Wohnumfeldverbesserung

Wohngeld

Unterkunft und Heizung

Mietschulden

Wohnungshilfe

Wohnen im Alter

 

Gesetzesquelle(n) 

(WoFG)

 

Letzte Aktualisierung am 02.01.2014   Redakteur/in: Jürgen Wawatschek

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