Mutterschutz und Urlaub

1. Frage

Eine 25-jährige Angestellte möchte die Urlaubstage, die anteilig während der Mutterschutzfrist entstehen, vor dem Mutterschutzbeginn nehmen. Ihr Chef verweigert dies mit der Begründung, dass sie während der Frist nicht arbeiten würde und dadurch keinen Anspruch auf Urlaub hätte. Stimmt das?

2. Antwort

Nein, sie hat Anspruch auf den von ihr beantragten Urlaub.
Da die Mutterschutzfrist als Beschäftigungszeit gilt, entsteht laut § 24 Mutterschutzgesetz auch während dieser Zeit ein Anspruch auf Urlaub. Dieser Urlaubsanspruch sowie Resturlaub, der nicht vor der Mutterschutzfrist oder Elternzeit genommen werden kann, ist auf das laufende oder nächste Urlaubsjahr übertragbar. Er kann auch noch nach der Elternzeit genommen werden.
Die Angestellte erwirbt einen Urlaubsanspruch, sie sollte mit ihrem Arbeitgeber absprechen, wann sie die Urlaubstage nehmen möchte.
Weitere Informationen zum Mutterschutz.

Letzte Bearbeitung: 11.03.2020

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