Sozialpsychiatrischer Dienst

1. Das Wichtigste in Kürze

Eine hilfreiche Einrichtung in der Beratung und Begleitung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen können die Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDi) sein. Es gibt sie nahezu überall, meist sind sie an die lokalen Gesundheitsämter angegliedert, zum Teil, vor allem in Süddeutschland, sind aber auch Wohlfahrtsverbände die Träger.

2. Aufgaben

Die Aufgaben und die Personalausstattung der SpDi sind sehr unterschiedlich und variieren oft schon von einer Stadt zur nächsten. In der Regel arbeiten Ärzte und Sozialarbeiter beim SpDi, bisweilen auch Krankenschwestern oder Psychologen.

Meist bieten die SpDi weder Psychotherapie an noch dürfen sie Medikamente verschreiben.

Fast überall werden die SpDi bei Krisensituationen einbezogen, wenn es also z.B. um die Begutachtung akut gefährdeter Patienten geht und um die Frage, ob sie stationär untergebracht werden sollen. Häufig halten sie Kontakt zu Menschen mit psychischen Erkrankungen, die sich stark zurückziehen und wenig bis keine anderen sonstigen Kontakte haben. Sie machen auch Hausbesuche bei betroffenen Familien, bieten Kontaktmöglichkeiten (z.B. Patientenclubs und Selbsthilfegruppen) und beraten.

Die SpDi sind gut über regionale Hilfen, Angebote und Einrichtungen für Menschen mit psychischen Störungen informiert, so dass sie immer eine gute Anlaufstelle bei der Suche nach entsprechenden Adressen sind.

3. Wer hilft weiter?

Welcher Sozialpsychiatrische Dienst regional zuständig ist, erfährt man beim Gesundheitsamt. Adressen von Sozialpsychiatrischen Diensten lassen sich auch recherchieren bei www.dajeb.de.

4. Verwandte Links

Psychotherapie

Soziotherapie

Depressionen

Psychosen Schizophrenie


Redakteurin: Sandra Kolb

Letzte Bearbeitung: 06.06.2018

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