Kindertagesstätten

1. Das Wichtigste in Kürze

Es gibt verschiedene Formen von Kindertagesstätten (kurz KiTa): Beginnend bei der Kinderkrippe bis zum Kinderhort. Hier werden Kinder für einen Teil des Tages oder ganztägig in Gruppen betreut und gefördert. Die Aufgaben der Tagesstätten sind breit gefächert und umfassen insbesondere die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder.

2. Formen

Die verschiedenen Formen der Kindertagesstätten sind nach Alter der betreuten Kinder aufgeteilt:

  • Kinderkrippe: für Kinder bis zu 3 Jahre
    Seit dem 1. August 2013 haben alle Kinder vom 1. bis zum 3. Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz.
    Auch Kinder vor dem 1. Geburtstag haben einen Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege, wenn dies z.B. für die Entwicklung des Kindes wichtig ist oder die Erziehungsberechtigte(n) arbeiten, arbeitssuchend sind, sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden oder Leistungen zur Eingliederung in Arbeit (SGB II) bekommen.
  • Kindergarten: für Kinder ab 3 Jahre bis Schuleintritt
    Es besteht ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für ein Kind ab dem 3. Geburtstag bis zum Schuleintritt.
  • Kinderhort: für schulpflichtige Kinder in der Regel bis zur 4. Klasse, teilweise auch bis 14 Jahre

In den einzelnen Bundesländern gibt es unterschiedliche Regelungen. Auskünfte geben die einzelnen Einrichtungen.

Eine Betreuung von Jugendlichen (14 bis noch nicht 18 Jahre) in einer Tageseinrichtung findet nicht statt. Für Jugendliche kommt nur die Betreuung in einer Tagesgruppe oder einer Ganztagsschule in Betracht.

3. Aufgaben der Kindertagesstätten

  • Unterstützung und Ergänzung der Betreuung, Erziehung und Bildung innerhalb der Familie.
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Arbeit für die Eltern.
  • Förderung der kindlichen Entwicklung hin zu Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit.
    Die Förderung soll sich an der geistigen, körperlichen, sozialen und emotionalen Reife der Kinder orientieren und ihnen grundlegende Regeln und Werte beibringen. Alter und Entwicklungsstand des einzelnen Kindes sind dabei ebenso zu beachten wie seine Fähigkeiten, seine Lebenssituation, seine Interessen und Bedürfnisse.

4. Praxistipp

Januar 2019 ist das sog. Gute-Kita-Gesetz in Kraft getreten. Der Bund investiert 5,5 Milliarden Euro bis 2022, um die Qualität in der Kinderbetreuung zu verbessern. Zudem sollen die Elternbeiträge je nach Einkommen gestaffelt und Familien, die Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten, ganz von den KiTa-Gebühren befreit werden. Weitere Informationen bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de/gute-kita-gesetz.

5. Wer hilft weiter?

Das Jugendamt oder die zuständige Stadt- oder Gemeindeverwaltung beantworten Fragen zu Kindertagesstätten und unterstützen bei der Suche nach einem geeigneten KiTa-Platz.

6. Verwandte Links

Kinder- und Jugendhilfe

Jugendamt

Diabetes > Kindertagesstätten

Tagespflege von Kindern

Haushaltshilfe

Betreuung kranker Kinder

 

Gesetzesquellen: §§ 22, 24 SGB VIII

Redakteurin: Sabine Bayer

Letzte Bearbeitung: 08.02.2019

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