Selbsthilfegruppen

1. Das Wichtigste in Kürze

Die Krankenkassen und Pflegekassen unterstützen Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen.

2. Krankenkassen

(§ 20h SGB V)

Die Krankenkassen müssen Selbsthilfegruppen und -organisationen, die sich der Prävention oder Rehabilitation bei bestimmten Krankheiten widmen, sowie Selbsthilfekontaktstellen fördern. Sie können sowohl pauschale Zuschüsse als auch Projektfördermittel vergeben. Die Details hat der GKV-Spitzenverband 2013 neu geregelt im "Leitfaden zur Selbsthilfeförderung - Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20 h SGB V".

Diese Details finden Sie in einem Download auf www.gkv-spitzenverband.de > Krankenversicherung > Prävention, Selbsthilfe Beratung > Selbsthilfe, direkter Download des Leitfadens. Am Ende des Verzeichnisses sind auch alle Krankheitsgruppen aufgelistet, bei denen eine Förderung zulässig ist.

3. Pflegekassen

(§ 45d Absatz 2 SGB XI)

Seit 1.1.2013 sind auch die Pflegekassen verpflichtet, mit je 10 Cent pro Versichertem und Jahr Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen zu fördern, die Pflegebedürftige und deren Angehörige unterstützen. Eine Förderung der Selbsthilfe durch die Pflegekasse ist ausgeschlossen, wenn das Angebot bereits von der Krankenkasse (s.o.) gefördert wird.

4. Gründung einer Selbsthilfegruppe

Die "Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen" unterstützt Patienten und Angehörige beim Finden und bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe.

Otto-Suhr-Allee 115, 10585 Berlin-Charlottenburg
Telefon 030 310189-60
Fax 030 310189-70
selbsthilfe@nakos.de
www.nakos.de

Redakteurin: Andrea Nagl

Letzte Bearbeitung: 06.06.2018

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