Verwandtenrente

1. Das Wichtigste in Kürze

Die Verwandtenrente oder Elternrente heißt offiziell "Rente an Verwandte der aufsteigenden Linie". Unfallversicherungsträger zahlen hinterbliebenen Verwandten eine Rente, wenn der Versicherte infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit starb und die Verwandten Unterhalt vom Verstorbenen erhalten haben oder hätten. Die Rente liegt bei 30 % des Jahresarbeitsverdienstes des Versicherten für beide Elternteile.

2. Voraussetzungen

Die Unfallversicherungsträger zahlen eine Rente an hinterbliebene Verwandte, wenn

  • der Versicherte an den Folgen eines Arbeitsunfalls, Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit starb
    und
  • die Verwandten vom verstorbenen Versicherten aus seinem Arbeitsverdienst Unterhalt erhalten haben
    oder Unterhalt erhalten hätten, sofern der Versicherte nicht gestorben wäre.

Als Verwandte gelten Eltern, Großeltern, Stiefeltern, Adoptiveltern oder Pflegeeltern.

3. Höhe

  • Für einen Elternteil: 20 % des Jahresarbeitsverdienstes
  • Für ein Elternpaar: 30 % des Jahresarbeitsverdienstes

4. Dauer

Bis zum Ende der hypothetischen Unterhaltsleistung, d.h. so lange die Verwandten ohne den Versicherungsfall (Arbeitsunfall, Wegeunfall, Berufskrankheit) gegen den Verstorbenen einen Anspruch auf Unterhalt hätten geltend machen können.

Sind die Eltern nicht mehr bedürftig, endet auch der Verwandtenrentenanspruch. War der Verstorbene jünger als 31 Jahre, kann die Unfallversicherung später prüfen, ob aufgrund seiner Verhältnisse statistisch davon auszugehen ist, dass er durch eine Heirat für seine Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig gewesen wäre. Ist dies der Fall erlischt der Rentenanspruch ebenfalls.

5. Wer hilft weiter?

Auskünfte erteilen die Unfallversicherungsträger.

6. Verwandte Links

Geschiedenenrente

Sterbegeld Unfallversicherung

 

Gesetzesquelle: § 69 SGB VII

Redakteurin: Sabine Bayer

Letzte Bearbeitung: 08.06.2018

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