Depressionen > Urlaub

1. Das Wichtigste in Kürze

Bei leichten Depressionen kann ein stressfreier Urlaub die Krankheitssymptome lindern. Medikamente sollten auf Reisen immer in verschiedenen Gepäckstücken mitgeführt werden, falls etwas verloren geht. Wichtig ist, dass die Medikamente weiter eingenommen werden und ausreichend Möglichkeiten zur Erholung bestehen.

2. Voraussetzungen und Auswirkungen

Während schwerer Depressionen ist es nicht ratsam, in den Urlaub zu fahren. Durch die Krankheit fühlen sich viele Menschen bereits vom Alltag überfordert. Eine fremde Umgebung und die Erwartungen, die eine Urlaubsreise mit sich bringen, können den Druck, funktionieren zu müssen, und die Angst, zu versagen, zusätzlich verstärken.

Geht es Betroffenen durch medikamentöse und psychologische Behandlung wieder besser, kann sich ein Ortswechsel hingegen positiv auf die Verfassung auswirken. Den Mut aufzubringen, die eigenen vier Wände zu verlassen und sich für neue Erfahrungen zu öffnen, kann Betroffenen ein neues Selbstwertgefühl und Stolz auf das eigene Verhalten vermitteln. Dabei sollten aber die eigenen Grenzen beachtet und eine Überforderung vermieden werden, um Rückschläge zu verhindern.

3. Medikamentenmitnahme

Wichtig für einen gelungenen Urlaub ist, dass die verordneten Medikamente weiterhin gewissenhaft eingenommen werden. Es empfiehlt sich folgende Hinweise zu beachten:

  • Es sollten mehr Medikamente als die für die Urlaubszeit notwendige Menge mitgenommen werden, denn die Reisedauer kann sich aus unvorhergesehenen Gründen verlängern.
  • Medikamente sollten verteilt aufbewahrt werden, damit die Versorgung auch dann noch gesichert ist, wenn ein Gepäckstück verloren geht oder gestohlen wird, z.B. einen Teil im Handgepäck, den anderen im Koffer oder einen Teil im Hotelzimmer und den anderen im Safe.
  • Im Falle von Nachfragen von Zollbehörden sollten Patienten sicherheitshalber ein Informationsblatt zu den Medikamenten in der Landessprache mit sich führen. Auch die Telefonnummern der behandelnden Ärzte sollten im Urlaub immer griffbereit sein.

4. Versicherungen

Depressionen können dazu führen, dass eine gebuchte Reise abgesagt werden muss. Wer dieses finanzielle Risiko nicht selbst tragen will, sollte eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass psychische bzw. bereits bestehende Erkrankungen in den Versicherungsbedingungen als Rücktrittsgrund anerkannt werden.

Bei Reisen innerhalb der EU sollte unbedingt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC-Karte) mitgenommen werden. Die Krankenkasse übernimmt jedoch nur Kosten, die auch in Deutschland für die jeweiligen Behandlungen anfallen würden. In Ländern außerhalb der EU gilt nur ein stark eingeschränkter Versicherungsschutz. Für etwa 10 € im Jahr kann bereits eine private Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen werden. Anbieter sind z.B. Versicherungsgesellschaften, Banken oder Automobilclubs. Auch die Krankenkassen können ihren Versicherten eine private Auslandsreisekrankenversicherung vermitteln.

5. Wer hilft weiter?

Weitere Informationen sind erhältlich bei den Krankenkassen oder der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) unter www.dvka.de.

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Redakteur: Max Glaser

Letzte Bearbeitung: 17.12.2018

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