Orthopädische und andere Hilfsmittel

1. Das Wichtigste in Kürze

Die Krankenversicherung und die Unfallversicherung übernehmen die Kosten für orthopädische und andere Hilfsmittel. Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel individuell erforderlich sein müssen, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen. Die entsprechenden Hilfsmittel sind nachfolgend aufgelistet und erläutert.

Informationen zu Festbeträgen, Zuzahlungen, Hilfsmittel-Richtlinie und Hilfsmittelverzeichnis unter Hilfsmittel.

2. Orthopädische Schuhe

Unterschieden wird zwischen den speziell angefertigten orthopädischen Schuhen und therapeutischen Konfektionsschuhen sowie der orthopädischen Änderung oder Zurichtung an den Maßschuhen. Indikatoren für die Verschreibung von Schuhen reichen von angeborenen Fehlstehlungen der Füße bis zu Einschränkungen nach einer Operation. Der Versicherte zahlt je nach Art des Schuhs einen Eigenanteil zu, sowohl bei der Kranken- als auch bei der Unfallversicherung.

3. Bandagen und Orthesen

Bandagen und Orthesen (Schienen) dienen der Stabilisierung z.B. verletzter oder überanspruchter Teile von Armen, von Beinen, im Bereich der Hüfte, der Wirbelsäule oder der Schultern.

4. Rollstühle

Rollstühle gibt es in einer großen Bandbreite, Näheres unter Rollstühle.

5. Gehhilfen

Gehhilfen, oft Rollatoren genannt, geben höhere Sicherheit beim Gehen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Sie sollten individuell nach den Bedürfnissen der Patienten ausgesucht werden.

  • Speziell für die Benutzung im Innenbereich (Vollgummiräder).
  • Kombiniert für die Benutzung im Innen- und Außenbereich oder ohne Spezialisierung auf bestimmte Anwendungsorte.
  • Die Bandbreite reicht von Gehgestellen über Gehwägen und Gehstützen bis hin zu Gehbarren.
  • Die Modelle unterscheiden sich bei Stabilität und Beweglichkeit. Manche bieten z.B. die Möglichkeit, sich bei Pausen auf den Rollator zu setzen.
  • Auf die Bremsausstattung ist zu achten, z.B. ob eine separate Feststellvorrichtung ("Parkbremse") notwendig ist. Je nach körperlicher Einschränkung ist zu testen, ob die Bremshebel gut greifbar sind.
  • Transportrollatoren haben in der Mitte mehrere Tabletts und man kann sich auf ihnen beim Schieben abstützen.

6. Hilfsmittel in Haushalt und Freizeit

Es gibt noch weitere Hilfsmittel, die Tätigkeiten in Haushalt und Freizeit erleichtern, z.B.: Strumpf-, Strumpfhosen- und Sockenanzieher (auch für Kompressionsstrümpfe), Antirutsch-Unterlagen für den Tisch, Toilettensitzerhöhungen, Greifhilfen, Aufstehhilfen, Handläufe, Dusch- und Badewannenstühle.

7. Kostenübernahme

Die Krankenkassen und im Falle eines Arbeits- oder Wegeunfalls die Unfallversicherungsträger übernehmen die Kosten für alle hier aufgeführten Hilfsmittel.

8. Wer hilft weiter?

Beratung und Orientierung in der Vielzahl spezieller Hilfsmittel geben Orthopädie- und Sanitätshäuser.

9. Verwandte Links

Hilfsmittel

Osteoporose > Mobilität und Hilfsmittel

Parkinson > Hilfsmittel und Wohnen

Redakteurin: Sabine Bayer

Letzte Bearbeitung: 06.06.2018

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