Osteoporose > Mobilität und Hilfsmittel

1. Das Wichtigste in Kürze

Im fortgeschrittenen Stadium einer Osteoporose-Erkrankung können alltägliche Dinge wie Einkaufen, Hausarbeit, An- und Ausziehen zum Problem werden und ohne fremde Hilfe nur noch schwer durchführbar sein. Eine Reihe von Hilfsmitteln können die Mobilität und die Selbstständigkeit der Betroffenen erhöhen.

2. Spezielle Hilfsmittel

Vor der Anschaffung von Hilfsmitteln zur Alltagserleichterung sollte ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt, Physio- oder Ergotherapeuten stattfinden, damit unter der Vielzahl der Hilfsmittel das Richtige für den Patienten ausgewählt wird. Patienten, die sich nach Wirbelbrüchen im Krankenhaus und später in einer Reha-Einrichtung aufhalten, werden meist schon dort zu notwendigen Hilfsmitteln beraten.

Folgende Hilfsmittel können bei Osteoporose sinnvoll sein:

  • Hüftprotektoren werden zusammen mit sog. Hüftschutzhosen getragen. Dies sind spezielle Unterhosen, in deren Seitentaschen die Hüftprotektoren eingesteckt werden können. So sollen Knochenbrüche bei einem Sturz verhindert werden.
  • Orthesen oder elastische Bandagen stützen die Wirbelsäule, wirken Fehlhaltungen entgegen und können den Körper bei Schmerzen entlasten.
  • Adaptionshilfen wie z.B. Schuhanzieher, Strumpfanzieher, rutschfeste Unterlagen für den Tisch und Greifzangen.
  • Hilfsmittel zur Erleichterung des Alltags wie z.B. spezielle Griffe im Bad, Toilettensitzerhöhung, Badewannenbrett, Duschstuhl und speziell angepasste Werkzeuge (Dosen- und Flaschenöffner, Besteck).
  • Geh-, Sitz- und Stehhilfen wie z.B. Gehstöcke, Rollator, Keilkissen zum Aufrechtsitzen.
  • Hausnotrufsysteme ermöglichen pflegebedürftigen Menschen per Knopfdruck Hilfe anzufordern, Näheres unter Hausnotrufsysteme.

3. Kostenübernahme

Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten mit zum Teil starken Einschränkungen. Auf jeden Fall muss ein Arzt das Hilfsmittel verordnen.

Haltbare Hilfsmittel, z.B. Krücken, Rollstühle und Badehilfen, werden meist leihweise überlassen.

Die Versorgung mit Hilfsmitteln erfolgt in der Regel durch die Vertragspartner der Krankenkasse. Bezieht der Versicherte aufgrund eines berechtigten Interesses Hilfsmittel bei einem anderen Leistungserbringer, der nicht Vertragspartner der Krankenkasse ist, muss der Versicherte die Mehrkosten selbst tragen. Um dies zu vermeiden, sollte sich der Versicherte vorab die Vertragspartner der Krankenkasse benennen lassen.

Allgemeine Informationen zu Kosten, Verordnung und Zuzahlungen finden Sie unter folgenden Links:

4. Wohnraumanpassung

Hilfsmittel zur Wohnraumanpassung, z.B. der Einbau eines Treppenlifts, werden nur von der Pflegekasse und nur bei Vorhandensein eines Pflegegrads bezuschusst. Näheres unter Wohnumfeldverbesserung.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Vermeidung von Stürzen, Näheres unter Sturzprophylaxe.

5. Mobilitätshilfen für schwerbehinderte Menschen

Hat ein Osteoporose-Patient einen Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50, können für ihn folgende Hilfen in Frage kommen:

6. Verwandte Links

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Letzte Bearbeitung: 27.05.2020

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