Akupunktur bei chronischem Schmerz

1. Das Wichtigste in Kürze

Akupunktur kann Schmerzen lindern. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten jedoch nur bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder des Knies infolge einer Gonarthrose.

2. Indikationen

Die Körperakupunktur mit Nadeln ohne elektrische Stimulation wird von der Krankenkasse nur bei chronisch schmerzkranken Patienten mit folgenden Indikationen bezahlt:

  • Chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule, die gegebenenfalls nicht-segmental bis zum Kniegelenk ausstrahlen
  • Chronische Schmerzen des Kniegelenks durch Gonarthrose

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass die Schmerzen seit mindestens 6 Monaten bestehen.

3. Häufigkeit und Dauer

Die Akupunktur kann jeweils bis zu 10 Sitzungen innerhalb von maximal 6 Wochen verordnet werden, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 15 Sitzungen innerhalb von 12 Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens 12 Monate nach Abschluss einer Akupunkturbehandlung erfolgen. Eine Einzelbehandlung dauert jeweils mindestens 30 Minuten.

4. Richtlinie

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in der "Richtlinie zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der vertragsärztlichen Versorgung" die Indikationen für Akupunktur sowie die Qualifikationsvoraussetzungen für Vertragsärzte geregelt. Diese Richtlinie kann unter www.g-ba.de/informationen/richtlinien/7/ (Punkt 12, S. 30) heruntergeladen werden.

5. Wer hilft weiter?

Versicherte, die Akupunktur in Anspruch nehmen wollen, sollten sich an ihre Krankenkasse wenden. Diese hat Adressen von Vertragsärzten, die mit den Krankenkassen abrechnen können.

6. Verwandte Links

Chronische Schmerzen > Entstehung und Schmerzarten

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Redakteurin: Jutta Meier

Letzte Bearbeitung: 17.12.2018

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