Brustkrebs > Medizinische Rehabilitation

1. Allgemeines

Bei Brustkrebs sind Medizinische Reha-Leistungen sehr oft Teil des Behandlungskonzepts. Kostenträger ist in der Regel die Rentenversicherung. Näheres unter Medizinische Rehabilitation > Antrag.

Bei stationären Medizinischen Reha-Maßnahmen ("Kur") können Patientinnen sich um eine Klinik bemühen, die auf Brustkrebs spezialisiert ist.

Detaillierte Informationen zur Rehabilitation bietet die "Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Krebserkrankungen" der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), kostenloser Download oder Bestellung (2 €) unter www.bar-frankfurt.de > Service > Publikationen > Reha Grundlagen.

2. Reha-Therapiestandards

Um die Qualität der Medizinischen Reha fortlaufend zu verbessern, hat die Deutsche Rentenversicherung spezielle Reha-Therapiestandards entwickelt. Die Ausarbeitung der Standards erfolgt auf wissenschaftlicher und medizinischer Grundlage.

Die Reha-Therapiestandards für Brustkrebs können bei der Deutschen Rentenversicherung unter www.deutsche-rentenversicherung.de > Suchbegriff: "Reha-Therapiestandards (RTS)" kostenlos heruntergeladen werden.

Folgende therapeutische und beratende Module sind Teil der Medizinischen Reha bei Brustkrebs:

  • Bewegungstherapie
  • Funktionelle und arbeitsbezogene Therapien
  • Lymphödemtherapie
  • Krankheitsspezifische Patientenschulung
  • Gesundheitsbildung
  • Ernährungstherapeutische Leistungen
  • Psychologische Interventionen und Künstlerische Therapien
  • Entspannungsverfahren
  • Leistungen zur sozialen und beruflichen Integration
  • Vorbereitung nachgehender Leistungen

3. Ziele

Ziele der Medizinischen Reha nach Brustkrebs können sein:

  • Verbesserung der psychischen Belastbarkeit und des Stressmanagements
  • Verarbeitung der vorausgegangenen belastenden Therapie
  • Unterstützung bei beruflicher und sozialer Eingliederung
  • Förderung der allgemeinen körperlichen Gesundheit

4. Mütter von kleinen Kindern mit Brustkrebs

"Gemeinsam gesund werden" ist ein Modellprojekt, das die Rexrodt von Fircks Stiftung mit Unterstützung der Krankenkassen seit Oktober 2006 in der Klinik Ostseedeich in Grömitz durchführt. Das Projekt richtet sich an Mütter von Kindern im Alter von 3-12 Jahren, die erstmals an Brustkrebs erkrankt sind und sieht vor, dass die Frauen direkt nach ihrer akuten Krebstherapie gemeinsam mit ihrem Nachwuchs eine Reha-Behandlung erhalten. Diese Rehabilitation ist eine "Mutter-Kind-Kur" und bezieht die Kinder in die Behandlung mit ein.

Informationen zu diesem und ähnlichen Angeboten sowie Hilfe bei der Beantragung dieser Maßnahmen erhalten Sie im Internet unter www.mutter-kind-hilfswerk.de > Schwerpunktkuren > Von A - Z > Krebsnachsorge (psychosozial) oder telefonisch unter der Nummer 0800 2255100 (gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz).

5. Sozialrechtliche Bestimmungen

Die folgenden Links führen zu den sozialrechtlichen Bestimmungen rund um Medizinische Reha, die bei Brustkrebs infrage kommen:

Allgemeines zu Leistungen der Medizinischen Rehabilitation, dabei sind ambulante Medizinische Rehabilitation und stationäre Medizinische Rehabilitation (Kur) möglich

Anschlussheilbehandlung (AHB) direkt nach dem Akutklinik-Aufenthalt

Stufenweise Wiedereingliederung

Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter (Mutter-Kind-Kur)

Onkologische Nachsorgeleistung in der Regel im ersten Jahr nach der Krebsbehandlung

Begleitperson bei stationärer Reha

Hilfsmittel bei Brustkrebs, siehe Brustkrebs > Brustprothesen und Spezial-BHs

Reha-Sport und Funktionstraining

6. Verwandte Links

Zur Übersicht mit weiteren Themen bei Brustkrebs

Ratgeber Brustkrebs

Brustkrebs > Arbeit

Letzte Bearbeitung: 16.05.2020

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