Erziehungsrente

1. Das Wichtigste in Kürze

Erziehungsrente erhalten Geschiedene, die nach dem Tod des Ex-Partners ein Kind erziehen. Die Bewilligung ist an verschiedene Bedingungen geknüpft und vom Einkommen abhängig. Die Rente muss bei der Rentenversicherung beantragt werden.

2. Voraussetzungen

Versicherte haben bis zum Erreichen der Altersgrenze der Regelaltersrente Anspruch auf Erziehungsrente, bei:

  • Erziehung eines Kindes (eigenes Kind oder Kind des geschiedenen Ehegatten, auch Stief- und Pflegekinder sowie Geschwister und Enkel, die im Haushalt der versicherten Person leben) unter 18 Jahren oder über 18 Jahren mit Behinderung
    und
  • Ehescheidung nach dem 30.6.1977 und Tod des geschiedenen Ehepartners oder für Verwitwete, für die ein Rentensplitting durchgeführt wurde, bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze
    und
  • keine Wiederheirat
    und
  • Erfüllung der Wartezeit von 5 Jahren (= Mindestversicherungszeit) bis zum Tod des geschiedenen Ehegatten

3. Höhe

Die Erziehungsrente entspricht in der Höhe dem eigenen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, nach dem 65.Lebensjahr jedoch mit Abschlägen.

4. Anrechnung von Einkommen

Einkommen, das einen bestimmten Freibetrag überschreitet, wird zu 40 % auf die Rente angerechnet. (Das gilt nicht im Sterbevierteljahr.) Der Freibetrag beträgt ab 1.7.2021 monatlich netto:

West: 902,62 € – Erhöhung für jedes waisenrentenberechtigte Kind um 191,46 €.

Ost: 883,61 € – Erhöhung für jedes waisenrentenberechtigte Kind um 187,43 €.

5. Wer hilft weiter?

Auskünfte und Beratungsstellen vor Ort vermitteln die Rentenversicherungsträger.

6. Verwandte Links

Rentenversicherung

Rente

Rente > Kindererziehungszeiten

Waisenrente

Waisen-Beihilfe

Geschiedenenrente

 

Gesetzesquellen: §§ 47, 97 SGB VI

Letzte Bearbeitung: 06.07.2021

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