Rente > Kindererziehungszeiten

1. Das Wichtigste in Kürze

Wer Kinder erzieht, bekommt in der Rentenversicherung Beitragszeiten angerechnet, für die er selbst keine Beiträge gezahlt hat. Dadurch erhöht sich die Rente (sog. Mütterrente).

Unter Umständen kann die Mindestversicherungszeit für einen Rentenanspruch allein durch Kindererziehungszeiten erworben werden.

2. Dauer

Die Kindererziehungszeit beginnt mit dem Monat nach der Geburt des Kindes und endet nach 3 Jahren, bei Geburten vor 1992 nach 2 Jahren.

3. Mütterrente 2

Im Januar 2019 gab es eine Renten-Erhöhung für Frauen, die vor 1992 Kinder bekommen haben. Erhalten Frauen bereits Rente, erhöht sich diese automatisch, es ist kein Antrag notwendig. Bei allen anderen Frauen, die erst später in Rente gehen, erfolgt die Anrechnung über das normale Renten-Antragsverfahren. Nur Pflege- und Adoptiveltern müssen einen formlosen Antrag bei der Rentenversicherung stellen.

4. Praxistipps

  • Wer die Mindestversicherungszeit von 5 Jahren für einen Rentenanspruch allein mit Kindererziehungszeiten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze nicht erfüllt, kann für die fehlenden Monate freiwillige Beiträge zahlen.
  • Die Broschüre "Kindererziehung - Ihr Plus für die Rente" kann bei der Deutschen Rentenversicherung unter www.deutsche-rentenversicherung.de > Services > Broschüren > Vor der Rente kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

5. Wer hilft weiter?

Rentenversicherung

6. Verwandte Links

Rentenversicherungsträger

Rente

 

Gesetzesquelle: § 56 SGB VI

Redakteurin: Maria Kästle

Letzte Bearbeitung: 02.01.2019

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