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1. Das Wichtigste in Kürze

Eine Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) verlangt gewisse Rücksichten auf die Familienplanung, insbesondere bei der Wahl der Verhütungsmittel und bei der Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft. Eine Schwangerschaft sollte möglichst auf eine entzündungsfreie Zeit gelegt werden.

2. Familienplanung

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) müssen kein Grund sein auf Kinder zu verzichten. Die Veranlagung, eine CED zu bekommen, kann zwar erblich sein, die Wahrscheinlichkeit ist aber gering.

2.1. Empfängnisverhütung

Patientinnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) müssen in Zeiten mit chronischem Durchfall auf andere Empfängnisverhütungsmittel als die Pille zurückgreifen, da über den Mund eingenommene Verhütungsmittel (orale Kontrazeptiva) bei Durchfall nur ungenügend wirken.

2.2. Kinderwunsch

Da CED häufig Menschen in jungen Jahren betrifft, stellt sich die Frage nach der Aussicht auf gesunde Kinder. Die Veranlagung, eine CED zu bekommen, kann zwar erblich sein, die Wahrscheinlichkeit ist aber gering und braucht Patienten nicht davon abzuhalten, Eltern zu werden. Allerdings sollte der Kinderwunsch - egal ob Mann oder Frau von CED betroffen sind - vorher mit dem Arzt besprochen werden, damit Medikamente, die bei Empfängnis oder Schwangerschaft dem Kind schaden könnten, durch andere Medikamente ersetzt werden.

3. Möglichst keine Schwangerschaft bei Schüben

Im akuten Entzündungsschub sollten CED-Patientinnen keine Schwangerschaft anstreben, da sie körperlich geschwächt sind und die Gefahr einer Mangelernährung für Mutter und Kind besteht. Außerdem sind am Anfang eines Schubs oft hohe Medikamentendosierungen notwendig, eventuell auch Medikamente, die dem Kind schaden könnten. Die Gefahr einer Fehl- oder Frühgeburt ist bei Empfängnis in sehr schweren Entzündungsschüben erhöht.

Möchte eine Patientin Kinder bekommen, sollte möglichst auf eine entzündungsfreie Phase gewartet werden, da in dieser Zeit die Prognose einer komplikationsfreien Schwangerschaft wie bei gesunden Frauen ist.

Die Schwangerschaft kann die Entzündungsaktivität beeinflussen - sowohl positiv als auch negativ. Wenn während der Schwangerschaft ein Entzündungsschub auftritt, ist dies nur in seltensten Fällen ein Grund, die Schwangerschaft abzubrechen. Bei aufmerksamer Betreuung der Patientin und Zusammenarbeit von Gynäkologe und Internist bestehen auch bei CED gute Aussichten auf ein gesundes Kind.

4. Geburt und Stillen

CED-Patientinnen können ihre Kinder meist durch eine normale vaginale Geburt zur Welt bringen. Wenn im Anal- oder Beckenbereich ausgeprägte Fisteln vorhanden sind, wird ein Kaiserschnitt notwendig.

Ob eine Mutter mit CED stillen darf, hängt von den in dieser Zeit benötigten Medikamenten ab und sollte durch den Kinderarzt geklärt werden.

5. Betreuung von Kindern bei CED eines Elternteils

Unter den folgenden Links finden Sie allgemeine Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten bei der Kinderbetreuung:

6. Psychosoziale Hilfen für Betroffene und Angehörige

Informationen, Kontakte, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen für CED vermitteln verschiedene Organisationen. Näheres unter CED > Adressen.

7. Verwandte Links

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Redakteurin: Andrea Nagl

Letzte Bearbeitung: 06.06.2018

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