Demenz > Medizinische Reha

1. Das Wichtigste in Kürze

Bei der Medizinischen Rehabilitation von Demenzpatienten geht es um zwei Bereiche: Die Alltagskompetenzen der Patienten zu erhalten und die Betreuenden zu informieren. Ziel ist, die Pflege in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu ermöglichen. Zuständig ist meist die Krankenkasse, doch die Antragstellung ist schwierig und es sollten nur spezialisierte Einrichtungen aufgesucht werden.

2. Zuständigkeit und Rehaleistungen

Grundsätzlich gilt: Vorsorge/Rehabilitation kommt vor Pflege.

Die Medizinische Rehabilitation ist ein großer und komplexer Bereich, für den alle Versicherungsträger zuständig sein können. Allerdings kommen bei demenzkranken Menschen, weil sie nicht mehr im Berufsleben stehen, als Kostenträger nur die Krankenkassen in Frage.

Nachfolgend Links auf allgemeine Informationen zur Medizinischen Rehabilitation:

3. Kostenübernahme

Für Demenzkranke werden in der Regel nur stationäre Vorsorge- und Reha-Maßnahmen oder geriatrische Rehabilitationen genehmigt. Da es bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer keine Heilungschancen gibt, ist es für Versicherte sehr schwer, eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu erreichen. Dennoch sollten die Angehörigen gemeinsam mit dem behandelnden Arzt eine Reha beantragen.

4. Spezielle Reha-Einrichtungen

Für Demenzpatienten gibt es spezielle Einrichtungen, die in der Regel an neurologische Reha-Kliniken angeschlossen sind. Diese nennen sich z.B. "Alzheimer Therapie Zentrum". Dort werden der Patient und sein pflegender Angehöriger aufgenommen. Die Krankenkasse ist Kostenträger der stationären Rehamaßnahme, der Angehörige ist als Begleitperson mit dabei.

Das Reha-Angebot teilt sich auf in

  • einen Betreuungs- und Beschäftigungsteil für den Demenzpatienten in Verbindung mit medikamentöser Therapie und
  • einen Informationsteil für den Angehörigen. Inhalt der Angehörigenbetreuung sind Austausch mit anderen Betroffenen, Informationen über die Krankheit und deren Auswirkungen, Entlastungsmöglichkeiten sowie der Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen wie Aggressionen.

Ziel der Reha-Maßnahme ist, den Demenzpatienten möglichst lange in häuslicher Umgebung pflegen zu können.

Es gibt derzeit noch kein flächendeckendes Angebot solcher Reha-Einrichtungen im Bundesgebiet. Adressen vermittelt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Friedrichstr. 236, 10969 Berlin, Telefon 030 25937950030, info@deutsche-alzheimer.de, www.deutsche-alzheimer.de.

Adressen von Reha-Kliniken recherchieren:

  • "Handbuch Reha- und Vorsorgeeinrichtungen" mit 1.500 Reha-Kliniken. Erscheint jährlich und liegt bei Ärzten und Beratungsstellen aus.
  • www.rehakliniken.de (= Inhalte Handbuch Reha- und Vorsorgeeinrichtungen).
  • www.kurklinikverzeichnis.de.

5. Verwandte Links

Geriatrische Rehabilitation

Begleitperson

Demenz

Demenz > Allgemeines

Demenz > Behandlung  

Demenz > Krankenhausaufenthalt

Demenz > Pflege stationär

Demenz > Pflege zu Hause

Demenz > Wohnen

Redakteurin: Jutta Meier

Letzte Bearbeitung: 06.06.2018

{}Demenz > Medizinische Reha{/}{}Demenz{/}{}Alzheimer{/}