Ergänzende Leistungen zur Reha

1. Das Wichtigste in Kürze

Ergänzende Reha-Leistungen werden erbracht, wenn sie notwendig sind, um das Ziel einer Reha-Maßnahme zu erreichen oder zu sichern.

2. Umfang

Folgende Leistungen können zu den ergänzenden Reha-Leistungen zählen. Die möglichen Kostenträger stehen jeweils in Klammern dahinter.

  • Reisekosten und Fahrtkosten, auch zum Reha-Sport (Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Unfallversicherungsträger, Agentur für Arbeit)
  • Reha-Sport und Funktionstraining in Gruppen unter ärztlicher Betreuung (Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Unfallversicherungsträger, Agentur für Arbeit)
  • Haushaltshilfe (Krankenkasse, Rentenversicherung, Unfallversicherungsträger, Agentur für Arbeit)
  • Kinderbetreuungskosten (Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Unfallversicherungsträger, Agentur für Arbeit)
  • Übergangsgeld (Rentenversicherungsträger, Unfallversicherungsträger, Agentur für Arbeit)
  • Krankengeld (Krankenkasse)
  • Sozialmedizinische Nachsorge für Kinder unter 14 Jahre, zum Teil bis unter 18 Jahre (Krankenkasse)
  • Patientenschulungsmaßnahmen für chronisch Kranke (Krankenkasse)
  • Schulung von Angehörigen, damit sie die weitere Betreuung und Pflege eines Patienten übernehmen können (Krankenkasse)
  • Teilnahme der Mutter an Mutter-Kind-Kursen in krankengymnastischen, beschäftigungs- oder sprachtherapeutischen Übungsbehandlungen (Krankenkasse)
  • Schulung der Partner von Dialysepatienten (Krankenkasse)
  • Ambulante Leistungen für Alkohol- und Drogenabhängige (Krankenkasse)
  • Spezielle Gymnastik, Beratung und Gruppenarbeit (Krankenkasse) s.a. (Rheuma > Symptome und Behandlung)
  • Kraftfahrzeughilfe (Unfallversicherungsträger)
  • Wohnungshilfe (Unfallversicherungsträger)
  • Pflegegeld Unfallversicherung (Unfallversicherungsträger)
  • Verletztengeld (Unfallversicherungsträger)
  • Ausbildungsgeld bei Medizinischer oder Beruflicher Rehabilitation (Kostenträger der Hauptmaßnahme)

3. Voraussetzungen

Die verschiedenen Leistungsträger haben unterschiedliche Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten für Ergänzende Leistungen zur Reha.

3.1. Krankenversicherung

Die Krankenversicherung kann ergänzende Leistungen erbringen, um das Reha-Ziel zu erreichen oder zu sichern. Die Krankenversicherung übernimmt dann die Kosten, wenn sie zuletzt Krankenbehandlung leistete. Die Kostenübernahme liegt im Ermessen der Krankenkasse. Den Anträgen ist die Verordnung oder Stellungnahme des Arztes beizufügen. Bei Vorsorgekuren für Mütter bzw. Väter ist auch eine Bestätigung durch den MDK notwendig, Näheres unter Vorsorgeleistungen und Vorsorgekuren.

3.2. Rentenversicherung

Die Rentenversicherung übernimmt unter anderem die Kosten für ergänzende Leistungen im Zusammenhang mit einer Medizinischen Rehabilitation oder einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.

3.3. Unfallversicherung

Kostenübernahme, wenn ein Unfallversicherungsfall vorliegt (Arbeitsunfall, Wegeunfall oder Berufskrankheit).

3.4. Sozialhilfe

In Einzelfällen kommt der Sozialhilfeträger für die Kosten auf. Näheres unter Krankenhilfe.

4. Wer hilft weiter?

Individuelle Auskünfte erteilt der jeweils zuständige Sozialversicherungsträger: Rentenversicherungsträger, Unfallversicherungsträger, Krankenkassen, Agentur für Arbeit oder Sozialamt.

5. Verwandte Links

Rehabilitation

Rehabilitation > Zuständigkeit

 

Gesetzesquellen: § 43 SGB V i.V.m. - § 28 SGB VI i.V.m. - § 39 SGB VII i.V.m. - §§ 64, 73, 74 SGB IX

Letzte Bearbeitung: 15.08.2019

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