KHK > Medizinische Rehabilitation

1. Empfehlungen

Bei einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) gehören medizinische Reha-Leistungen häufig zum Behandlungskonzept. Die Behandlungsleitlinien empfehlen kardiologische Rehabilitation vor allem

  • wenn Patienten durch die Behandlung nicht beschwerdefrei werden,
  • nach einem chirurgischen oder kathetergestützten Eingriff und
  • nach einem Herzinfarkt.
  • im stabilen Stadium der KHK, wenn krankheitsbedingt eine vorzeitige Berentung oder Pflegebedürftigkeit droht.

2. Ziele der kardiologischen Reha

Die kardiologische Reha soll nach der akuten Erkrankung die Arbeitsfähigkeit des Betroffenen wiederherstellen und seine Gesundheit langfristig verbessern. Sie sollte möglichst früh und möglichst umfassend ansetzen. Das Ziel der Reha ist es, den Therapieerfolg der Akutbehandlung zu festigen und möglichst lange zu erhalten.

Daraus ergeben sich drei Schwerpunkte der Reha-Maßnahmen:

  • Medizinisch-körperliche Risikoabschätzung und nachfolgend kurz- und langfristige Maßnahmen, um körperliche (Folge-) Schäden zu begrenzen, die Leistungsfähigkeit zu erhalten oder wieder zu steigern.
  • Psychosozial: Unterstützung des Patienten bei der emotionalen und rationalen Krankheitsverarbeitung und der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung.
  • Gesundheitsbildung: Risikofaktoren bewusst machen, um eine gesundheitsfördernde Verhaltensänderung zu erreichen.

3. Phasen der kardiologischen Rehabilitation

Patienten sollten die folgenden 3 Phasen durchlaufen:

  • Phase I – Frühmobilisation
    Bereits im Krankenhaus: Krankengymnastik und Atemtherapie. Möglichst ohne Unterbrechung übergehend in Phase II.
  • Phase II – Rehabilitation
    Kann ambulant oder stationär in einer spezialisierten Rehaklinik erfolgen. Wird oft auch als Anschlussrehabilitation oder Anschlussheilbehandlung bezeichnet. Umfasst medizinisch-körperliche, psychosoziale und gesundheitsbildende Maßnahmen.
  • Phase III – Nachsorge
    Die Nachsorge läuft dauerhaft. Sie umfasst in der Regel:
    • Betreuung und Dauerbehandlung durch den Hausarzt. Alle Patienten mit KHK sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen lassen.
      Es besteht auch die Möglichkeit, sich in ein Disease-Management-Programm (DMP) aufnehmen zu lassen.
    • Geeignete Präventionsmaßnahmen: Dazu gehören insbesondere ein gesundheitsfördernder Lebensstil mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung (KHK > Behandlung).

In allen Phasen der Reha hat die Patientenschulung eine besondere Bedeutung: Da viele Risikofaktoren für KHK beeinflussbar sind und sich aufeinander auswirken, ist die Kenntnis dieser Zusammenhänge von besonderer Bedeutung für das Leben mit der Erkrankung.

4. Praxistipps

5. Wer informiert über die medizinische Reha bei KHK?

Bei der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. finden Sie Informationen und Kontakte zu Herzgruppen sowie eine Übersicht von Kliniken.
Telefon: 0261 30923-1
Fax: 0261 30923-2
E-Mail: info@dgpr.de
www.dgpr.de > Patienten
Informationen über Kliniken, die dem Standard der DGPR entsprechen, finden Sie unter www.dgpr.de > Kliniken > Mitgliedskliniken.

6. Verwandte Links

Die nachfolgenden Links führen zu den sozialrechtlichen Bestimmungen rund um medizinische Reha, die bei KHK infrage kommen können.

Leistungen der medizinischen Rehabilitation einschließlich ambulante und stationäre medizinische Rehabilitation (Kur)

Vorsorgeleistungen und Vorsorgekuren

Anschlussrehabilitation an den Akutklinik-Aufenthalt

Stufenweise Wiedereingliederung

Reha und Kur für Mütter und Väter (Mutter-Kind-Kur)

Geriatrische Rehabilitation

Begleitperson bei stationärer Rehabilitation

Ergänzende Leistungen zur Reha

Reha-Sport- und Funktionstraining

 

Zur Übersicht mit weiteren Themen bei Koronarer Herzkrankheit.

Ratgeber Koronare Herzkrankheit zum kostenlosen Download.

Letzte Bearbeitung: 18.07.2024

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