Alternativen zu Werkstätten für behinderte Menschen

1. Das Wichtigste in Kürze

Als Alternative zu einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) können sog. andere Leistungsanbieter Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen anbieten, für die weniger strenge Anforderungen gelten. Weitere Alternativen sind die Tätigkeit in einem Inklusionsbetrieb oder einem ganz normalen Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Unterstützte Beschäftigung, ein Budget für Arbeit bzw. ein Budget für Ausbildung sind Hilfen, die das durch Zuschüsse an Betriebe und Unterstützung der Menschen mit Behinderung während der Arbeit ermöglichen.

2. Andere Leistungserbringer

Firmen oder Träger können sog. andere Leistungsanbieter werden, wenn sie die fachlichen Anforderungen erfüllen. Sie entsprechen denen einer WfbM, jedoch gibt es einige Erleichterungen z.B. in Bezug auf die Räumlichkeiten, die Ausstattung und die Leistungen, die angeboten werden müssen. Näheres unter Werkstätten für behinderte Menschen WfbM und andere Leistungsanbieter.

Dadurch wird das Angebot für Menschen mit Behinderungen größer und sie haben mehr Wahlfreiheit.

3. Budget für Ausbildung und Budget für Arbeit

Das sog. Budget für Ausbildung sowie das sog. Budget für Arbeit dienen als Alternative für den Eingangsbereich und/oder den Berufsbildungsbereich bzw. den Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Es werden Lohnkostenzuschüsse an Betriebe auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bezahlt, die einen Menschen mit Behinderung sozialversicherungspflichtig beschäftigen, der Anspruch auf Beschäftigung in einer WfbM hätte. Dazu gehören auch die sog. Inklusionsbetriebe. Daneben gibt es Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz, z.B. in Form von Jobcoaching. Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz ist eine pädagogische Hilfe und keine Arbeitsassistenz. Näheres zur Abgrenzung unter Behinderung > Hilfen am Arbeitsplatz.

4. Inklusionsbetriebe

Ein Inklusionsbetrieb ist ein Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit mindestens 30 % bis in der Regel höchstens 50 % schwerbehinderten Beschäftigten, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiten. Näheres unter Inklusionsbetriebe.

5. Unterstützte Beschäftigung

Unterstützte Beschäftigung bietet

  • betriebliche Qualifizierung zu Beginn einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
    und
  • danach bei Bedarf Berufsbegleitung zur Stabilisierung und Krisenintervention.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet dazu eine Broschüre zum Download unter www.bmas.de > Suchbegriff: "A389".

Näheres unter Unterstützte Beschäftigung.

6. Wer hilft weiter?

Die unabhängige Teilhabeberatung oder der zuständige Rehabilitationsträger, z.B. die Agentur für Arbeit.

7. Verwandte Links

Werkstätten für behinderte Menschen WfbM und andere Leistungsanbieter

Budget für Arbeit

Budget für Ausbildung

Unterstützte Beschäftigung

Inklusionsbetriebe

Berufliche Reha > Leistungen

Berufliche Reha > Rahmenbedingungen

Arbeitsassistenz

Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen

Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit seelischen Behinderungen

Sozialversicherung bei beruflicher Reha und WfbM

Beschäftigungssicherungszuschuss Minderleistungsausgleich

Leistungen für Menschen mit Behinderungen

Letzte Bearbeitung: 01.06.2022

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