E-Rezept

1. Das Wichtigste in Kürze

Das elektronische Rezept, kurz E-Rezept (oder eRezept, e-Rezept) soll in Zukunft die bisherigen Papierrezepte ablösen. Der Teststart war zum 1.7.2021 geplant, scheint sich aber zu verzögern. Die gesetzliche Grundlage bietet das „Gesetz zur sicheren Arzneimittelversorgung“ (GSAV), das am 16.8.2019 in Kraft getreten ist.

2. Möglicher Ablauf

Das E-Rezept soll aus einem Rezept-Code, ähnlich einem QR-Code, bestehen. Patienten verwalten den Code mit Hilfe einer App auf ihrem Smartphone. Die App soll ab Juli 2021 für alle Patienten bundesweit zur Verfügung stehen und erfordert ein Handy mit mindestens iOS-14-Betriebssystem oder Android 6. Zudem brauchen die E-Rezept-Nutzer eine elektronische Gesundheitskarte mit kontaktloser Verbindungsmöglichkeit (NFC-Schnittstelle) und einen persönlichen Pin. Karte und Pin kommen von der Krankenkasse.

Ist die App eingerichtet, können Patienten damit E-Rezepte von Ärzten empfangen, inklusive Hinweisen zu Einnahme und Dosierung. In der Apotheke kann der Rezeptcode in der App geöffnet und vorgezeigt werden. Möglich ist auch die Vorabübermittlung an eine Apotheke, um zu klären, ob das Medikament vorrätig ist.

Im Juli 2021 sollen in der Testregion Berlin-Brandenburg ausgewählte Apotheken und Ärzte mit einem Testlauf starten. Wer kein geeignetes Smartphone hat oder das E-Rezept nicht nutzen möchte, kann sich das E-Rezept beim Arzt ausdrucken lassen und in der Apotheke vorlegen.

Die Übermittlung sämtlicher Daten läuft über die Telematik-Infrastruktur und ist vor Datenmissbrauch geschützt. Dafür werden Apotheken und Ärzte mit einer speziellen Software ausgestattet.

3. Rezeptarten

Das E-Rezept soll ab 2022 das rote Kassenrezept und das grüne OTC-Rezept ablösen. Das blaue Privatrezept, das BTM- Rezept, das T-Rezept sowie Verordnungen von Heil- und Hilfsmitteln sollen folgen. Die Sonderformen des Kassenrezepts wie z.B. Dauerverordnungen oder Einzelimporte nach § 73 AMG sowie Rezepte, die zulasten anderer Versicherungsträger als der gesetzlichen Krankenkasse gehen, sind von dem E-Rezept ausgeschlossen.

4. Weitere Planungen

Künftig soll es möglich sein, bei bis zu drei Apotheken anzufragen, ob bzw. wann ein Medikament verfügbar ist. Außerdem sollen mehrere elektronische Gesundheitskarten angemeldet werden können, damit E-Rezepte von Familienangehörigen empfangen werden können.

5. Praxistipps

6. Wer hilft weiter?

Apotheken

7. Verwandte Links

Ärztliches Rezept

Kassenrezept

Privatrezept

OTC-Rezept

Arznei- und Verbandmittel

Betäubungsmittelrezept

T-Rezept

Elektronische Patientenakte

Digitale Versorgung

Letzte Bearbeitung: 08.07.2021

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