Schulden

1. Das Wichtigste in Kürze

Schulden werden von keinem Sozialversicherungsträger übernommen, auch nicht vom Sozialamt. Ausnahmen gibt es bei Strom- und bei Mietschulden. Eine Schuldenübernahme ist möglich, wenn durch die Nichtbezahlung der Schulden eine neue Notlage herbeigeführt würde, z.B. durch drohende Wohnungslosigkeit. Geldleistungen können als Darlehen, ggf. auch als Beihilfe gewährt werden.

2. Wer hilft weiter?

Größere Kommunen, Kirchen und Wohlfahrtsverbände unterhalten zum Teil Schuldnerberatungsstellen, die Schuldnern helfen, wieder auf die Haben-Seite zu gelangen. Allerdings geben die Schuldnerberatungen nie Geld, sondern suchen nach dauerhaften Wegen aus der Schuldenkrise.

Die Schuldnerberatung bietet ver- und überschuldeten Personen unter anderem:

  • Unterstützung bei der Sicherung der notwendigen Existenzgrundlage, z.B. Antragstellung für Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV)
  • Beratung über Vollstreckungsschutz-Möglichkeiten, z.B. bei laufender Lohnpfändung
  • Erstellen von Einnahmen-/Ausgaben-Übersichten und individuellen Haushaltsplänen
  • Hilfe bei der Verhandlung mit Gläubigern

Die Adresse der zuständigen Schuldnerberatungsstelle vor Ort kann beim Forum Schuldnerberatung gesucht werden unter www.forum-schuldnerberatung.de/adressen/adressen-schuldnerberatungsstellen.html.

3. Praxistipp

Die Broschüre "Ratgeber: Schulden abbauen - Schulden vermeiden" kann im Internet bei der Bundesregierung unter www.bundesregierung.de > Suchbegriff: "Ratgeber Schulden" heruntergeladen werden.

4. Verwandte Links

Stromkosten Stromschulden

Mietschulden

Sozialhilfe

Arbeitslosengeld II und Sozialgeld

Private Krankenversicherung > Notlagentarif

Basiskonto Pfändungsschutzkonto

 

Gesetzesquellen: §§ 11, 36 SGB XII - § 22 Abs. 8 SGB II

Letzte Bearbeitung: 15.08.2019

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