Sterilisation

1. Das Wichtigste in Kürze

Eine Sterilisation dient der dauerhaften Empfängnisverhütung. Sie kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen durchgeführt werden. Eine Sterilisation wird von der Krankenkasse bezahlt, wenn ein ärztliches Gutachten vorliegt.

2. Grundsätzliches

Bei einer Sterilisation des Mannes wird der Samenleiter unterbunden (Vasektomie). Sie kostet 300 bis 500 €.

Bei der Frau werden die Eileiter unterbunden (Tubenligatur). Eine Sterilisation der Frau kostet 500 bis 1.000 €.

3. Voraussetzungen Kostenübernahme

Für die Kostenübernahme der Krankenkasse gelten folgende Voraussetzungen:

  • Es muss sich um eine durch Krankheit erforderliche Sterilisation handeln, d.h.: Ein ärztliches Gutachten muss die Notwendigkeit und Angemessenheit des Eingriffs bejahen. Dient die Sterilisation der persönlichen Lebensplanung, muss der Versicherte die Kosten dafür selbst übernehmen.
  • Der Eingriff muss von einem Arzt vorgenommen werden.

Sind zudem die Voraussetzungen der Hilfen zur Gesundheit (Gesundheitshilfe) erfüllt, können die Kosten im Rahmen der "Hilfe bei Sterilisation" vom Sozialamt übernommen werden.

4. Umfang

Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit infolge der durch Krankheit erforderlichen Sterilisation besteht in der Regel Anspruch auf Entgeltfortzahlung und Krankengeld.

5. Praxistipp

Bei einer Sterilisation wegen abgeschlossener Familienplanung sind die Kosten selbst zu tragen. Beratung und Information geben Gynäkologen und Urologen sowie z.B.:

6. Wer hilft weiter?

Krankenkassen und das Sozialamt.

7. Verwandte Links

Genetische Beratung

Schwangerschaftsverhütung

Schwangerschaftsabbruch

Gesetzesquelle: § 24 b SGB V

Redakteurin: Ines Grocki

Letzte Bearbeitung: 06.06.2018

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