Down-Syndrom > Wohnen

1. Das Wichtigste in Kürze

Für Menschen mit Down-Syndrom gibt es je nach Ausprägung der Krankheit verschiedene Wohnformen. Kinder leben in der Regel bei ihren Eltern leben, Erwachsene haben Anspruch auf ein eigenes Zuhause. Hier gibt es verschiedene stationäre oder betreute Wohnformen.

2. Kinder mit Down-Syndrom

Kinder mit Down-Syndrom wachsen in der Regel in ihren Herkunftsfamilien auf und wohnen im Haushalt der Eltern. Sie bleiben zum Teil auch bis ins hohe Alter mit ihren Familien zusammen. Manche Eltern, die sich nicht in der Lage fühlen, mit ihrem Kind im eigenen Haushalt zu leben, können ihr Kind (zeitweise) in eine Pflegefamilie (Vollzeitpflege) geben. Einige Eltern entschließen sich, das Kind zur Adoption zu geben. Daneben gibt es für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen auch teilstationäre und stationäre Wohnangebote.

3. Erwachsene Menschen mit Down-Syndrom

Erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung haben einen Anspruch auf ein eigenes Zuhause. Es sollte für sie möglich sein, im selben Alter wie junge Menschen ohne Behinderungen ihr Elternhaus zu verlassen. Wichtig ist, dass sie sich von ihren Eltern ablösen können. Das fördert die Entwicklung des jungen Erwachsenen mit Down-Syndrom und auch die Eltern sehen, dass ihre erwachsenen Kinder ganz gut selbstständig leben können.

3.1. Wohnformen

Es gibt mittlerweile ein differenziertes Angebot an Wohnformen sowohl im stationären als auch im ambulanten (unterstützten) Bereich. Die geeignete Wohnform richtet sich nach den individuellen Fähigkeiten:

  • Stationäre Wohnformen
    Wohnstätten, Außenwohngruppen, Gruppenwohnungen, externes Wohnen, dezentrales stationäres Einzelwohnen, Wohngemeinschaften, Eltern-Kind-Wohnen und Probe- und Trainingswohnen.
  • Ambulant unterstützte Wohnformen
    Betreutes Wohnen, unterstütztes Wohnen, ambulant betreutes Einzel-, Paar- und Gruppenwohnen, Assistenz beim Wohnen, Wohngemeinschaften (auch zusammen mit Freunden ohne Behinderungen), Eltern-Kind-Wohnen und Probewohnen.
    Diese Formen des selbstständigeren Wohnens nehmen seit Jahren zu.

3.2. Finanzierung

Einkommen und Vermögen des Bewohners werden für die Kosten der Unterkunft angerechnet, wenn sie in ausreichendem Maß vorhanden sind. Prinzipiell sind auch die Eltern unterhaltspflichtig, aber bei erwachsenen Kindern mit Behinderungen, die Eingliederungshilfe erhalten, müssen sie nur maximal 32,08 € im Monat leisten. Im Allgemeinen übernimmt der Sozialhilfeträger die Wohnkosten im Rahmen von stationärer Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen.

3.3. Praxistipp

Detaillierte Informationen, Links und Adressen bietet die Lebenshilfe auf ihrer Plattform familienratgeber.de, Einstieg unter https://www.familienratgeber.de/selbstbestimmt_leben/index.php.

4. Verwandte Links

Wohnumfeldverbesserung (Wohnungsumbau)

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Vollstationäre Pflege im Pflegeheim

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Redakteurin: Andrea Nagl

Letzte Bearbeitung: 06.06.2018

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